Netzsicherheit im Wandel: Einblicke vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion
Shownotes
Herzlich willkommen zu einer neuen Episode! In dieser Ausgabe sprechen wir mit Dr. Jan Kays von Amprion, einem der führenden Übertragungsnetzbetreiber Deutschlands. Gemeinsam tauchen wir tief in die Themen Netzsicherheit und Resilienz ein. Was bedeuten diese Begriffe heute – und warum gewinnen sie angesichts neuer Herausforderungen, wie Bedrohungsszenarien und Digitalisierung, immer mehr an Bedeutung? Wir beleuchten die Facetten des Objektschutzes kritischer Infrastruktur und diskutieren, wie KI und digitale Zwillinge dabei helfen, das Energiesystem stabil und sicher zu halten.
Webseite von Amprion: https://www.amprion.net/
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen zu einer weiteren Episode unseres Podcasts.
00:00:13: Wir gingen über Dr.
00:00:14: Kais von Amprion und wir sprechen heute über die Netz-Sicherheit im Wandel, über neue Herausforderungen und insbesondere im Objektschutz kritischer Infrastrukturen wie Dezentralisierung und digitale Zwillinge zur Stabilität unseres Energiesystems beitragen.
00:00:32: Herr Dr.
00:00:33: Kais, erst mal herzlich willkommen!
00:00:34: Darf ich Sie bitten sich vorzustellen?
00:00:36: Und noch drei Worte über Amprion zu verlieren?
00:00:39: Wir wissen alle ist natürlich einer der großen Betragungsnetzbetreiber aber vielleicht sagen sie trotzdem noch ein paar Dinge über sich und das Unternehmen.
00:00:47: Ja besten Dank für die Einladung.
00:00:48: mein Name ist Jan Kais.
00:00:49: Ich bin bei Ampron seit knapp zehn Jahren verantwortlich für verschiedene Themen gewesen in der Vergangenheit Datenthemen, der digitale Zwilling hat eine wichtige Rolle gespielt.
00:00:58: Seit einem Jahr kümmere ich mich darum dass die Resilienz in unserem Netz verbessert wird mit technischen Maßnahmen und so gesehen gibt es dann breites Anwendungsfeld von digitalen Zwilling für die Netztabilität.
00:01:13: Dann gehen wir da mal kurz einmal darauf ein weil das Thema Resilience wird hier auf der Messe relativ inflationär verwendet.
00:01:20: was verstehen Sie unter Resilient in Netz?
00:01:22: Resilienz bedeutet für mich, dass man sich verschiedener Szenarien bewusst wird.
00:01:27: Das heißt auf der einen Seite, wenn wir auch immer Störungen auftauchen ob bösartig oder durch Zufälle das man weiß wie man in solchen Situationen umgeht und möglichst schnell wieder in den normalen Zustand zurück kommt.
00:01:41: Man muss mehrere Facetten betrachten.
00:01:42: Man braucht eine resiliente Struktur.
00:01:46: Für mich ist es erst mal nicht so schnell verwundbar egal von welchem Einflussfaktor, dass man aber auch wenn eine Störung stattfindet so gewappnet ist organisatorisch und prozessual das man sehr schnell wieder in den normalen Betriebszustand zurückkommt.
00:02:00: Das würde man beim Übertragungsnetzbetreiber würde man das insbesondere erwarten.
00:02:04: wir haben ja die Situation da sie einer der wichtigsten Komponenten in der Energieversorgung sind.
00:02:09: was hat sich denn verändert?
00:02:10: also inwiefern spielt denn jetzt Resilienz eine größere Rolle als vor fünfzehn Jahren oder vor zehn Jahren?
00:02:16: Man sieht die Bedrohungsszenarien, die man auch in der Presse lesen kann.
00:02:20: Wir haben alle das gesehen was Berlin passiert ist.
00:02:23: Das sind Sachen, die uns bewusst, dass es diese Szenarie gibt und deswegen muss man sich damit auseinandersetzen Und das ist etwas wo wir auch schon seit vielen Jahren daran arbeiten Dass wir genau passende Konzepte haben um möglichst gut Für den normalen Betriebszustand resilient zu sein aber eben auch für den Störungsfall.
00:02:39: Jetzt haben wir im Vorgespräch ja schon festgestellt, dass sie nicht so viele Details Preis geben dürfen über die Mechanismen, wie das Netz geschützt wird und welche Maßnahmen sie sozusagen ergreifen.
00:02:50: Aber kann man sagen dass sich die Anstrengungen gesteigert haben in den letzten Jahren?
00:02:56: Die haben sich auf jeden Fall gesteiggert.
00:02:58: auch wenn man gleichzeitig weiß, dass beispielsweise eine Netzplanung schon immer sich sehr große Gedanken dazu gemacht hat, wie ich eine sichere Versorgung zu jeder Zeit unter diversen Fehler-Szenarien sicherstellen kann hat das eben natürlich noch mehr an Bedeutung gewonnen.
00:03:12: und das bedeutet, dass man über die verschiedenen Facetten auf der einen Seite die Planungen aber auch dann den Betrieb, die Systemführung, dass sich da alle Einheiten, dass es denen bewusster wird.
00:03:21: Dass man sich mehr mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen muss.
00:03:25: Sie verantworten bei Amprion insbesondere die betriebliche Sicherheit im Objektschutz.
00:03:29: Das ist ihr Verantwortungsbereich.
00:03:31: Welche Herausforderungen stehen sie jetzt eigentlich da gerade gegenüber?
00:03:35: Die
00:03:35: Hauptherausforderung ist, dass im Grunde genommen alle Dinge die wir angefangen haben noch eigentlich schneller umgesetzt werden sollen.
00:03:42: Und das bedeutet, dass man eigentlich so die klassischen Probleme hat bei einem Projekt, das man vor allem passend Ressourcen braucht und zwar nicht nur bei sich selber sondern eben auch bei Dienstleistern und das dann zusammen so orchestrieren, dass es auch gesamthaft im Projektgeschehen untergebracht werden kann ohne dass jetzt auch andere Projekte, die wir gerne umsetzen möchten gefährdet oder verzögert.
00:04:03: Das ist dann die Herausforderung, dass man das richtig zusammenbringt und für all diejenigen in der Vergangenheit im Thema Objektschutz natürlich ein Begriff war.
00:04:11: Aber dass alltäglichen Arbeit nicht so relevant war, dass auch da allen bewusst ist, dass das wichtig ist und dass es quasi zum Standard
00:04:18: wird.".
00:04:19: Jetzt hat er Objekt-Schutz ja ganz viele Facetten!
00:04:21: die Fragestellung, Zutrittskontrolle.
00:04:24: Die Frageställung von Technologien und von Cyberangriffen oder von Cyberabsicherungen usw.
00:04:30: Gibt es einen Schwerpunkt wo Sie sagen da muss besonders Augenmerk drauf gelegt werden?
00:04:34: Wie fächert sich sozusagen dieses Spektrum auf und gibt es wichtige Themen und Schwerpunkte die sie setzen?
00:04:38: Also man kann jetzt nicht sagen dass es einen ganz konkreten Schwer Punkt gibt.
00:04:41: wir müssen als Unternehmen uns mit allen Herausforderungen befassen.
00:04:44: das ist die IT-Sicherheit, das ist Personensicherheit Das ist Objektschutz im klassischen Sinne.
00:04:49: also was die Liegenschaften angeht Aus meiner Perspektive für das, was ich im Fahren vorliegt bin, ist das Thema mit dem Objektschutz an den Liegenschaften relevant.
00:04:56: Aber das ist jetzt genauso wichtig wie die anderen Dinge auch.
00:05:00: Wie haben Sie denn reagiert als der Fall in Berlin bekannt wurde?
00:05:03: Waren schlaflose Nächte und hat man überlegt, haben wir alles richtig gemacht?
00:05:06: Nein, schlafflose Nichte dadurch nicht!
00:05:08: Also keinesfalls... Man stellt halt einfach nur fest okay, die Dinge, die man diskutiert wenn es darum geht, wie wichtig eigentlich Objekt-Schutz und Sicherheit sind Da sind keine Träume rein, sondern das ist das was halt an anderen Stellen auch manchmal wirklich als Szenario eintreten kann.
00:05:23: Und das bestärkt einem Grund über dem Lotterin, dass man mit dem was man sich überlegt auf den richtigen Weg ist.
00:05:28: Inwiefern hat die KI oder die Digitalisierung beim Objektschutz jetzt eine Rolle bei Ihnen eingenommen?
00:05:34: Ganz konkret beim Objektschutz oder bei Wachen von Liegenschaften kann man KI Algorithmen einsetzen um beispielsweise Detektionen noch zu verbessern also das was man bisher schon auf einem guten Niveau hat das noch weiterzuentwickeln und da auch zu ermöglichen, dass man mit den Personalressourcen die man hat noch besser überwachen und kontrollieren kann.
00:05:53: Herr Kays ist die Abstimmung mit dem Verteilnetzbetreiber im Kontext der Energiewende?
00:05:58: Wie relevant ist er für Sie und auch im Sinne des Objektschutz oder im Sinne der Security allgemein?
00:06:03: Der Austausch war schon immer relevant und der ist auch relevant.
00:06:05: Also es gibt Kooperation mit den großen Netzbetreibern, dass man da intensiv auf verschiedenen Feldern zusammenarbeitet.
00:06:12: die Planung findet an den Standorten gemeinsam statt Und das bedeutet am Ende, dass wir uns gemeinsam überlegen wie wir unsere gemeinsamen Liegenschaften schützen.
00:06:22: Sowohl bei der Planung als auch bei Störfällen arbeitet man halt Hand in Hand.
00:06:26: Auf jeden Fall
00:06:27: Gut, dann kommen wir zu unserem Thema digitale Zwillinge und wie digitale Zwillinge sozusagen zur Netzstabilität beitragen können in dem Vorgespräch.
00:06:35: Und nachher haben wir auch noch Gespräche dazu mit einem Netzbetreiber der gefragt hat also im Verteilnetz Betreiber Der die Frage stellt Sind nicht eigentlich digitale zwillige der Schlüssel für die IT und OT security kann ich die dafür einig verwenden.
00:06:52: aber vielleicht fangen wir erstmal zunächst mal an, was wir unter digitalen Zwillingen verstehen und im Vorgespräch das darf ich jetzt schon preisgeben.
00:07:00: Wissen wir dass Sie Teil eines Projektes waren TWIN EU?
00:07:05: Vielleicht können sie einen bisschen Einblick über das Thema also digitale Zwillinge und auch das Projekt geben.
00:07:08: Gerne!
00:07:09: Das kann nicht machen... Also was bedeutet eigentlich der digitale Zwilling?
00:07:11: aus meiner Sicht und da würde mich ein ganzes Stück weit an die Arbeitsgruppe der energie technischen Gesellschaft von VDE orientieren.
00:07:17: Die sagen wenn ich mehrere Domänen im hause verbinde wo ich unterschiedliche zielsetzung habe und nicht aber die gleiche datenbasis habe dann kann ich von einem digitalen zwilling sprechen.
00:07:27: Und ich finde die definition sehr gelungen weil man auch sehr schnell marketingmäßig digitaler zwilling angeboten bekommt.
00:07:34: Wir verkaufen ihnen den digitalen Zwilling.
00:07:36: das ist für mich viel zu kurz gesprungen.
00:07:39: Für mich fängt das tatsächlich bei den Daten sehr weit unten an, dass man das systematisiert.
00:07:43: Und das ist auch einer der Bestandteile weshalb ich das EU-Projekt, wenn EU sehr interessant finde oder mir wichtig war in der Vergangenheit da eben mitzuwirken weil da eben auch Standards definiert werden die dann am Ende für eine europäische Energiewirtschaft auch eine gewisse Gültigkeit oder Verbindlichkeit haben können und es uns am Ende ermöglichen zwischen den Übertragungsnussbetreibern oder auch zu den Verteilendes Betreiber ein einfacher Datenaustauschen zu können und gleichzeitig zu wissen, wenn man Netzmodelldaten beispielsweise austauscht.
00:08:11: Aber die müssen ja ziemlich groß sein, diese digitalen Spielen.
00:08:13: Die müssen ja sehr viel umfassen?
00:08:14: Naja das kann verschiedene Facetten umfassend.
00:08:17: Die Frage ist muss ich dass alles in einer großen Einheit haben oder kann nicht logisch miteinander zu einer großen einheit verkürfen und trotzdem in den Ursprungssystem bleiben?
00:08:25: also für mich fängt das erstmal schon ganz grob damit an dass sich eigentlich weiß wenn ich von einem Leistungsschalter beispielsweise spreche im einen System oder einem anderen System, dass die einfach in beiden Systemen mit dem gleichen Identifier gekennzeichnet sind.
00:08:38: Also quasi JujuID, der einmalig ist und ich dann weiß okay... Ich rede aber auch in diesem System von dem gleichen Element.
00:08:47: Das schafft erst mal eine Basis weil wenn ich dann erstmal schauen muss, historisch bedingt sind die Netzassets beispielsweise unterschiedlich dokumentiert worden, weil man IT-Systeme gewachsen sind, da Benahmungen früher keine große Rolle gespielt haben entkoppelt waren, zum Beispiel Systemführung zur Planung oder zur Stabilitätsanalyse.
00:09:07: Das sind Dinge die sind in der Vergangenheit losgelöst voneinander gewesen.
00:09:11: jetzt ist der Bedarf immer weiter gewachsen dass man schneller auch mal Antworten geben kann und deswegen muss ich ja auch schneller die Daten austauschen können und da kann eben das Konzept des digitalen Zwillings sehr stark helfen.
00:09:23: Wer sind denn die Anwendungsfälle des digitalen Spillings für Sie oder die wichtigsten?
00:09:26: Da gibt es das, was ich gerade eben schon sagte.
00:09:28: Dieses Thema wenn ich zum Beispiel Planungstaten mit Systemführungsdaten verschneiden möchte und ich schnell Analysen machen möchte dann hilft mir das für Analyszen und anschließend Aussagen treffen zu können auch manchmal wenn man eben aus der Politik zu Dingen gefragt wird.
00:09:41: Dann kann man die Geschwindigkeit dadurch.
00:09:44: auf der anderen Seite kann Ich damit auch eigene Prozesse optimieren.
00:09:46: beispielsweise wenn ich in Standhaltung betrachte und ich habe Ein digitales, vollständiges Modell von einer Umspannanlage.
00:09:53: Dann kann ich anschließend mit einem autonomen Inspektionsgerät, ob das jetzt eine Drohne oder ein Roboter ist eben durch die Station durchgehen, kann basierend auf den digitalen Daten die Orte dem Roboter mit auf den Weg geben und kann dann wenn ich beispielsweise Aufnahmen vom Thermometer mache Dann kann ich das direkt an das esse dran knüpfen.
00:10:14: Ich habe eine gute Datenlage, um zu schauen wie alt er das Betriebsmittel beispielsweise.
00:10:17: also sie können damit auch Prozesse weiter optimieren.
00:10:20: Also predictive maintenance ist dann stichwort was ja gerne mal verwendet wird und Ja die klassischen Aufgaben die man hat einfach damit unterstützen dass man noch mehr Datenstützpunkte hat um Aussagen treffen zu können.
00:10:31: jetzt haben wir das Thema Wartung und predictive maintenance auch ein Begriff der schon seit Jahrzehnten im Grunde in der Wirtschaft bekannt ist Wiefern kann denn ein digitaler Zwilling zur Erhöhung der Sicherheit beitragen?
00:10:42: Ich glaube, da kann man verschiedene Facetten sich betrachten.
00:10:45: Also wenn ich beispielsweise... Wenn im Netz viel umgebaut wird und ich dann immer ein aktuelles Netzmodell habe, dann kann ich gut Stabilitätsanalyse machen.
00:10:52: Das heißt, ich kann direkt schon auf der Betriebsseite feststellen, hab' ich Situationen die kritisch werden können oder vielleicht ermöglichen einem ja die heutigen Rechenleistungen ja auch einiges.
00:11:02: Verschiedene Variantenanalysen machen könnte das vielleicht sogar durch KI bewerten lassen.
00:11:05: wie auch immer zu sagen, welche Systemzustände sind denn zulässig oder sind optimal die man vielleicht erst mal nur mit größerem Aufwand identifizieren kann und das simulativ vorwegzunehmen.
00:11:16: Das ist glaube ich etwas wo man auf der Seite schon einen ganzen Teil zur Sicherheit beitragen kann.
00:11:22: Und kann auch bei der Recovery Ein digitaler Zwilling helfen, also stellen wir vor.
00:11:25: Wir haben einen Angriffsfall es ist was zerstört worden wie ich jetzt vorgehe um das Netz wieder zu reparieren?
00:11:31: Das kann ich mir schon vorstellen in der Vergangenheit dass ist auch gar nicht etwas Neues.
00:11:34: Es gab immer wieder netz Wiederaufbau Konzepte beispielsweise wenn man wirklich was ist Wie baut man das wieder auf?
00:11:39: aber da wird es ja auch komplexer mit der sich wandeln.
00:11:43: Struktur im Energiesystem.
00:11:45: Welche Erzeugungen sind zur Verfügung.
00:11:46: und wie verhält sich eigentlich ein unterlagertes Netz?
00:11:49: Und das vielleicht mit Live-Daten parallel simulieren zu können, da brauche ich ein gutes Datenmodell für.
00:11:55: Das würde dann für mich in den digitalen Zwilling vom Kontextplatz...
00:11:58: Wie tief muss denn das Datenmodel sein?
00:12:00: bis auf welche Ebene müssten die Daten denn dann verfügbar sein?
00:12:03: Auf Komponentebene oder reicht es einzelne Assets sozusagen nur darzustellen?
00:12:08: Das ist sehr abhängig vom Anwendungsfall meiner Auffassung.
00:12:11: Das kann man gar nicht so pauschal sein, also wenn das eine Sachdatensystem einem jede Schraube beschreibt von dem Freileitungsmast, was ist wichtiges für den Standhalt?
00:12:19: und keine Frage?
00:12:21: So ist es für die Systemführung gar nicht relevant welche Schrauben am Mast verbaut sind.
00:12:25: D.h.,
00:12:25: die Informationen muss ich aus dem Modell nicht übermitteln sondern viel wichtiger ist dann wie sind da die elektrischen Parameter?
00:12:32: Wie stellt sich das Netz eigentlich dar?
00:12:34: Und so muss ich dann eben entscheiden und das ist dann glaube auch die Kunst grundsätzlich bei digitalen Zwilling, dass sich jetzt nicht ein Monolithen schaffe mit allen Datenfassetten sondern dass ich eben Anlass bezogen weiß.
00:12:44: Ich kann Daten zwischen System austauschen aber wie gesagt dieser Gedanke.
00:12:48: Nicht weiß aber vor nicht redet, dass ich mal das gleiche esselt habe weil es eindeutig identifizieren kann okay?
00:12:53: Dann würden sie sagen man braucht gar nicht oder man würde gar nicht empfehlen sofort zu gehen, dass man tatsächlich einen großen Zwilling von dem Netz macht oder auch von den angegliederten verteilen Betreibern Sondern modular vorgeht Ist richtig verstanden?
00:13:05: Das wäre aus meiner Sicht etwas, was ich machen würde.
00:13:08: Weil Sie glauben ein großer Zwilling würde die Komplexität nicht erfassen können oder wer zu teuer oder würde zu groß werden.
00:13:15: Ja, ich glaube das ist so wie bei anderen IT-Systemen in der Vergangenheit.
00:13:19: auch wenn ich versuche dann ganz großes monolithisches Konstrukt anzuschaffen Dann muss ich mir im Vorfeld sehr viele Gedanken machen.
00:13:25: Ich glaube Auch beim digitalen Zwilling ist das Thema der Agilität total wichtig und zu sagen ich fange mit kleineren Beispielen an Und kann die Dinge vernünftig miteinander verknüpfen.
00:13:34: habt die passende Datenplattform, tauscht dort die passenden Informationen aus zwischen den Systemen, die erforderlich sind.
00:13:40: Ja ich kann dann den Datenaustausch auf das erforderliche Minimum reduzieren und muss nicht immer jedem System alle Daten zur Verfügung stellen sondern einfach nur das was wirklich auch gebraucht wird.
00:13:48: für die Aussage, die ich mit dem IT-System beispielsweise treffen möchte
00:13:52: In dem Projekt TWIN EU Wie aufwendig war es denn Zwilling oder die einzelnen Komponenten des Zwilings zu erstellen?
00:13:59: Bei TWIN EO gibt's verschiedene Arbeitspakete ein paar Sachen.
00:14:03: Da waren wir auch seitens Amprion stärker involviert.
00:14:05: Es gibt beispielsweise einen deutschen Piloten, der eben bestimmte Dinge aufzeigen soll, was so das Thema Flexibilitäten zwischen Transportnetz, Verteilnetz und Aggregator- und Kleinstflexibilitäten angeht.
00:14:15: Auf der anderen Seite gibt es aber auch Arbeitspakete und die finde ich dann auch noch besonders relevant als etwas, was die Ergebnisse sind.
00:14:22: Was ist denn eigentlich die Architektur für ein System, woran sich die Unternehmen orientieren können?
00:14:27: Dass sich digitale Zwillinge aufsetzen, dass man das standardisiert, irgendwie sich ein Datenaustausch-Modell überlegt und das gleiche Problem hat nur jetzt auf einer anderen Ebene.
00:14:37: Sondern dass man sagt, es gibt Standards und die lassen's doch für solche Sachen verwenden.
00:14:41: Dass man standardisierte Konnektoren hat, dass man sich so Konzepte wie Data Spaces überlegt oder zur Anwendung bringt wo man sagen kann Die Daten gehören noch mehr.
00:14:49: ich habe da noch die volle Kontrolle drüber.
00:14:50: aber beim Geschäftspartner der kann die Informationen die er braucht und ihr haben darf kann er bekommen von mir.
00:14:56: Und diese Konzepte da in dem Gedanken des digitalen Zwillings zu verankern auf einer europäischen Ebene finde ich sehr wichtig.
00:15:02: Wie stehen Sie zu dynamischen Komponenten?
00:15:04: Also wenn sie einen digitalen Zwilling in der Datenbasis abgebildet haben, dann kann das ja statisch sein oder es kann durch ein Sensor an dem Gerät selber und er kann sozusagen die Daten auch zum Zwilling bringen.
00:15:16: Frage das verfolgt im Hintergrund.
00:15:18: Wir haben die Situation, dass letztendlich für uns die Digitalisierung auf Sensorik.
00:15:22: natürlich basiert gerade im Netz auch und das mit jedem Sensor aber auch die Frage einhergeht wie sicher ich diesen Sensor ab?
00:15:29: Weil jeder technische Sensor kann natürlich auch ein Eingriffstor sein.
00:15:33: Wie sehen Sie das?
00:15:34: Wie ist die Waage dazwischen dieser Dynamik und der statischen Abbildung von den Assets?
00:15:39: Ich glaube, das ist auch wieder abhängig vom Anwendungsfall.
00:15:41: Also die anderen Piloten, die es beispielsweise in dem EU-Projekt gibt – also dass es ein sehr großes Konsortium und es gibt ich weiß gar nicht genau wie viele Piloten auf jeden Fall international verteilt – die haben auch teilweise diese dynamischen Facetten im Auge und sagen, ich möchte gerne das was sie ansprechen so etwas wie Dynamic Line Rating möchte ich gerne betrachten.
00:16:00: Und wie kann ich das als digitaler Zwilling in der Systemführung verwenden?
00:16:03: ist tatsächlich einer der Piloten, die auch in dem Projekt untersucht werden.
00:16:07: Und prognostizieren Sie das wir zukünftig die digitalen Zwillinge als zentrales Element in einem Betragungsnetz haben oder auch im Verteilnetz?
00:16:16: Ich glaube es ist ein ganz wichtiger Baustein dass ich zwischen den System eine bessere Durchgängigkeit von Informationsflüssen hin bekomme.
00:16:23: so gesehen glaube ich das auf jeden Fall.
00:16:25: Es wird aber erst mal von den eigentlichen Standardprozessen gar nicht so viel ändern, weil die Sachen eben im Hintergrund laufen.
00:16:32: einfach Zusatzinformation mit hineingeben aus anderen relevanten Prozessen des Unternehmens.
00:16:36: Die ich dann aber für meinen eigenen Prozess weiterverwenden kann oder eine Anreicherung.
00:16:41: Wir hatten ja letztes Jahr schon die Gelegenheit miteinander zu sprechen und da war auch die These das natürlich der Netzbetrieb immer datengetriebener wird.
00:16:49: hat sich dass in dem letzten Jahr oder jetzt in der Entwicklung Noch verstärkt.
00:16:54: ist es jetzt noch anders geworden, auch aufgrund der Bedrohungssituationen die wir haben?
00:16:58: Also das hat sich meiner Meinung nach nicht geändert.
00:17:00: Wir brauchen alle Informationen, die man für die verschiedenen Fragestellungen braucht, die tragen uns zusammen.
00:17:05: aber dass das Daten getrieben ist, dass eigentlich gar nichts Neues ist.
00:17:10: Da haben wir auch von der Aufstellung und von der Perspektive eine gleiche Situation wie vor einem Jahr ungefähr.
00:17:15: Meine Meinung nach ja.
00:17:17: Digitale Zwillinge sind also eine wichtige Komponente Auch die Resilienz in einem Übertragungsnetz oder einem Netz.
00:17:25: Aber das ist ja nur ein Teil, es ist nur ein Part.
00:17:26: Ich stelle mir vor dass das Spektrum an Projekten und an Aktivitäten die eine Amplion machen muss um den Objektschutz beziehungsweise die Resilienz des Netzes zu gewährleisten sehr groß ist.
00:17:39: Auf jeden Fall!
00:17:40: Also eine Facette hat Mephrin ja schon das Thema direkt von der Planung an mitzudenken.
00:17:44: welche Situationen können eigentlich auftreten?
00:17:47: Netztechnisch.
00:17:48: Wie kann ich das so abbilden, dass man nicht auf eine einzelne Leitung beispielsweise hundertprozentig angewiesen ist?
00:17:53: Sondern dass man das direkt bedingt dann dass man in der Umsetzung bei den ganzen Bauprägten die wir haben sicherstellt dass die Anlagen anschließend ausreichend geschützt sind, das man da nicht einfach reinspazieren kann.
00:18:03: Sondern dass da eben verschiedene Maßnahmen ergriffen werden und genau das zu verhindern.
00:18:07: Dann haben wir natürlich den Betrieb – und da ist es ganz wichtig, dass man während der Betriebe vor allem dafür verantwortlich ist, den Sicherungbetrieb des Netzes zu gewährleisten.
00:18:16: Und auch da müssen alle Kolleginnen und Kollegen, die dort arbeiten wissen was passiert eigentlich mal wenn wirklich ein Störungsfall ist?
00:18:21: Was andersherum bedeutet, Übungen, was passiert denn mal in einer bestimmten Situation auch gar nichts, was neues ist für Amprion?
00:18:30: Sondern dass das immer wieder in der Vergangenheit gemacht worden ist und natürlich weiterhin gemacht wird um zu schauen wie gut eingespielt ist.
00:18:36: so ein Team eigentlich.
00:18:37: Und es geht dann auch über die Unternehmensgrenzen hinaus.
00:18:39: also wir hatten viel über Verteilungsbetreiber gesprochen.
00:18:40: da wird er natürlich zusammengearbeitet was das angeht damit man auch im Störfall möglichst schnell wieder alles in den vertretbaren Normalzustand bekommen kann.
00:18:49: Da sind aber dann auch wahrscheinlich noch weitere Player mit dabei.
00:18:52: Ich stelle mir fast vor, dass man mit Feuerwehr, THW und anderen Dienstleistern arbeitet?
00:18:56: Das ergibt sich je nach Störungssituation automatisch.
00:18:59: dann ja.
00:18:59: Herr
00:18:59: Dr.
00:18:59: Keiss!
00:19:00: Erst mal vielen Dank für die Perspektive eines Übertragensersbetrebers.
00:19:05: ich würde sie gerne noch nach ihrer Meinung fragen wo wir in fünf Jahren stehen.
00:19:11: also es entwickelt sich immer weiter digitalisierung geht weiter das Quanten Computing geht weiter.
00:19:16: Wir haben gelernt, dass Verschlüssungsalgorithmen zukünftig auch durch die KI und die Quantencomputing eine ganz andere Relevanz haben.
00:19:23: Und gegebenenfalls krackbar sind.
00:19:25: Das heißt man muss sich alles darauf vorbereiten.
00:19:27: was ist Ihre Perspektive in fünf Jahren?
00:19:30: Ist das Vertragsnetz dann noch das, was es heute ist?
00:19:33: Ich würde sagen so viel wie wir im Netz ausbauen und umbauen wird es nicht mehr das gleiche Vertragsnetz sein.
00:19:38: damit werden sich auch manche Betriebskonzepte ändern.
00:19:40: also ich meine in den nächsten Jahren gehen Großkorridore HGU Korridoren im Betrieb.
00:19:44: da erinnern sich Dinge.
00:19:44: aber war ja nicht die Frage, die sie gestellt haben.
00:19:47: Sondern natürlich werden sich die Innovationen, die es außen herum gibt bei Amprion beim Übertragungs-Betreiber generell irgendwo wiederfinden in welcher Form auch immer.
00:19:57: Natürlich ist auch klar dass man gerade so was wie Verschlüsselungsmethodiken oder sowas durchsetzen sich unsere IT-Spezialisten auch mit solchen Fragestellungen auseinander weil als Kritisunternehmen muss man sich natürlich auch der Informationssicherheit sicher sein und das funktioniert.
00:20:10: Herr Dr.
00:20:11: Kreis, ich darf mich herzlich bedanken!
00:20:12: Die Zeit ist schon um.
00:20:14: Vielen Dank, dass wir Einblicke haben durften.
00:20:16: Das letzte Wort gehört Ihnen.
00:20:18: Danke schön!
00:20:18: Also erstmal danke für die Einladung und für die Möglichkeiten ein bisschen was erzählen zu dürfen.
00:20:21: Und was soll ich sagen?
00:20:22: Die Zukunft wird dafür sorgen das wir Innovationen berücksichtigen werden aber eben das für die verschiedene Fragestellungen die dafür vorderlich sind oben auch in Zukunft sicher das Übertragungsdienst betreiben zu
00:20:40: können.